Energieausweis

Bestimmte Angaben aus dem Energieausweis gehören in die Immobilienanzeige. Das hat der Bundesgerichtshof 2017 klargestellt. Geregelt war diese Informationspflicht nicht. Das ändert sich mit dem neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG).

Immobilienmakler sind seit dem 01.11.2020 per Gesetz verpflichtet, bestimmte Angaben aus dem Energieausweis in Immobilienanzeigen zu übernehmen.

Verbrauchsausweis

Ab 49,- Euro bei unserem Kooperationspartner

Bedarfsausweis

Ab 99,- Euro bei unserem Kooperationspartner

Die meist gestellten Fragen auf einen Blick:

Was genau ist ein Energieausweis?
Der Energieausweis, auch Energiepass genannt, ist ein im Rahmen der Energieeinsparverordnung (EnEV) entwickeltes Dokument, welches die energetische Beurteilung einer Immobilie und ihre errechnete Energieeffizienz angibt. Der Verbrauchsausweis enthält Informationen über den Energieverbrauch der gesamten Nutzfläche des Gebäudes und ermöglicht die Unterscheidung von Immobilien in verschiedene Energieeffizienzklassen. Er zeigt zukünftigen Mietern oder Kaufinteressenten wie hoch die Energiekosten des Objektes in etwa sind. Der Bedarfsausweis hingegen zeigt den errechneten Energieverbrauch, Auch hier wird die Energieeffizienzklasse klassifiziert.

Verbrauchsausweis oder Bedarfsausweis: Wo sind die Unterschiede?
Verbrauchsausweis und Bedarfsausweis sind die zwei Arten eines Energieausweises.
– Der Verbrauchsausweis ist, wie der Name schon sagt, verbrauchsorientiert und ermittelt den tatsächlichen Energieverbrauch über eine Abrechnungsperiode (3 aufeinanderfolgende Jahre) – somit wird das individuelle Nutzerverhalten der Bewohner erfasst. – Der Bedarfsausweis bildet den theoretischen, bzw. errechneten Energiebedarf ab. Er ist ein technisches und komplexeres Gutachten, welches von einem Fachmann erstellt wird. Wann Eigentümer entweder einen Verbrauchsausweis oder einen Bedarfsausweis benötigen erfahren Sie weiter unten.

Wieviel kostet der Energieausweis?
Je nachdem, ob ein verbrauchsorientierter oder bedarfsorientierter Energiepass ausgestellt werden muss, können die Kosten unterschiedlich hoch ausfallen. Aufgrund des geringeren Aufwands ist der Verbrauchsausweis günstiger als der Bedarfsausweis.
Über uns können Sie einen Energieausweis erhalten. Sprechen Sie uns an. Aktuell können wir Ihnen einen verbrauchsorientierten Energieausweis ab 49,- Euro inkl. ges. Mwst. von unserem Kooperationspartner empfehlen. Der bedarfsorientierte Ausweis kann ab 99,- Euro inkl. ges. Mwst. bei unserem Kooperationspartner bezogen werden. Sprechen Sie uns an.

Wie lange ist der Energieausweis gültig?
Ein Energieausweis ist für maximal zehn Jahre gültig. Die Gültigkeit erlischt, wenn ein Gebäude umfassend saniert oder nach energetisch relevanten Maßnahmen umgebaut wird. Gemäß der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) muss in solchen Fällen die Energieeffizienz der Immobilie neu berechnet und ein neuer Ausweis erstellt werden.

Für wen und seit wann ist der Energieausweis erforderlich?
Seit dem 1. Oktober 2008 besteht Ausweispflicht. Von jedem Gebäude, das verkauft oder vermietet wird, muss ein Energieausweis vorliegen. Achtung: Liegt bei Verkauf oder Vermietung bis spätestens bei der Besichtigung kein Energieausweis vor, droht ein hohes Bußgeld! Nach neuer Rechstssprechung nach dem 01.11.2020 im Gebäudeenergiegesetz (GEG) haftet nun auch der Makler.

Was ist die Energieeinsparverordnung EnEV?
Die Energieeinsparverordnung (EnEV) begrenzt den zulässigen Energiebedarf von beheizten oder klimatisierten Gebäuden. Sie definiert Vorgaben am Wärmedämmstandard der Gebäudehülle und der Anlagentechnik wie Heizung, Warmwasser, Lüftung, Kühlung und elektrische Hilfsenergie.

Welche Neuerungen ergeben sich aus der EnEV 2014?
Die Energieeffizienzklasse des Gebäudes wird mittels einer geänderten Farbskala, die nun bis 250 kWh/m²a begrenzt ist, dargestellt. Vor 2014 reichte die Farbskala bis 400 kwh/m²a. Eigentümer müssen im jeweiligen Ausweis genaue Angaben zu möglichen Modernisierungsempfehlungen machen. Zusätzlich wird der Energieausweis mit einer Registriernummer versehen.

Mit dem neuen Gebäudeenergiegesetz seit dem 01.11.2020 ändern sich auch die Qualitätsansprüche an Energieausweise und Modernisierungsempfehlungen, was für Aussteller insbesondere höhere Sorgfaltspflichten mit sich bringen.  

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